Die Kamera befestigen

Helmkamera,
ohne Kleben.

Es gibt mehrere Wege, eine Action-Kamera an einen Fullface-Helm zu bekommen — Klebepad, Riemen, Klemme oder Kabelbinder durch die Lüftungsöffnungen des Helms. Hier, was jede Variante im Einsatz wirklich bedeutet, und warum die Befestigungsart mehr ausmacht als die Kamera selbst.

01 / Brustgurt

Die halbe Bildhälfte ist dein Lenker.

Ein Brustgurt berührt den Helm gar nicht, aber der Blickwinkel kommt aus Brusthöhe: auf rauem Trail wippt der lange, flexible Gurt, und — noch ärgerlicher — ist meist die halbe Bildhälfte dein Bike und Lenker statt des Trails. Eine Halterung am Kinnbügel hält die Kamera auf Augenhöhe: sie zeigt das, was du tatsächlich ansiehst.

02 / Riemenhalterung

Der Riemen lockert sich.

Ein um den Kinnbügel gespannter Riemen lässt sich leicht zwischen Helmen wechseln, aber man bekommt ihn nur mühsam fest genug — und auf rauem Trail lockert er sich und flattert während der Fahrt. Wird der Riemen locker, bewegt sich die Kamera und verrutscht. Der Blickwinkel stimmt, solange der Riemen straff ist; das Problem ist, ihn straff zu halten.

03 / Klebehalterung

Kleben ist eine Festlegung.

Die Position einer Klebehalterung ist dort fixiert, wo du sie aufklebst — den Kamerawinkel kannst du zwar noch über die GoPro-Aufnahme selbst einstellen, aber die Halterung verschiebst du nicht mehr. Eine ordentliche Haftung braucht eine gereinigte Oberfläche, eine ausreichende Temperatur und etwa einen Tag Aushärtung vor dem Einsatz. Und wenn du sie irgendwann abnehmen musst, geht sie weder schnell noch rückstandsfrei ab.

04 / Klemmhalterung

Eine Klemme drückt auf einen Punkt.

Eine an den Kinnbügel geklemmte Halterung ist abnehmbar, belastet den Helm aber auf kleiner Fläche, und ihr Halt hängt davon ab, wie genau die Klemme zufällig auf deinen Kinnbügel passt. Die Backen der Klemme können sich auch in die Schale oder den EPS-Schaum drücken — bei mir selbst hat eine Klemme ein Stück aus dem EPS meines Helms herausgerissen.

05 / Kabelbinder durch die Lüftungsöffnungen

Der Binder verteilt die Last.

Eine Zipmount wird mit Kabelbindern durch die Lüftungsöffnungen des Helms gefädelt, die den Halt über eine große Fläche verteilen — kein Kleber, keine Aushärtezeit, keine Klauen, die sich in den Schaum fressen, keine Veränderungen am Helm. Ihre Form ist an den Kinnbügel genau dieses Helmmodells angepasst, sodass sie stramm sitzt und die Kamera an ihrem Platz bleibt. UV-beständige Kabelbinder liegen bei, und die ganze Halterung ist leicht.

Kennst du dein Helmmodell? Schau, ob es dafür schon eine Halterung gibt.

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